Ein Virus hält die ganze Welt in Atem

13.03.2020 | Allgemein

Maßnahmen, die vor kurzem noch undenkbar waren, werden strengstens umgesetzt. Quarantäne, Hamsterkäufe, Reiseeinschränkungen, Universitäts- und Schulschließungen, Geisterspiele oder gar das vorzeitige Saison-Ende im Sport prägen die aktuelle Situation. Und dies weltweit. Wie geht ein deutsches, mittelständisches Consulting-Unternehmen mit dieser Situation um? Horst Köning, Vorstand Vertrieb der expertplace networks group AG, beantwortet die wichtigsten Fragen.

 

Horst, hat der Virus expertplace bereits erreicht?

Das kommt darauf an, wie man es definiert. Stand heute ist niemand von uns gesundheitlich von dem Virus betroffen. Die Auswirkungen spüren wir aber fast alle – direkt und indirekt.

 

Was bedeutet das konkret? Kannst Du uns Beispiele nennen?

Ganz konkret betreffen uns zurzeit Maßnahmen, welche die Reisetätigkeit einschränken. Teilweise getroffen durch die jeweiligen Länder, wie beispielsweise Italien, aber auch in Einzelfällen auf der Kundenseite, die den Zutritt auf ihr Gelände versagt oder gegebenenfalls einschränkt.

 

Welche weiteren Szenarien, die auf expertplace einwirken werden, erwartest Du?

Ich persönlich glaube, dass wir davon ausgehen können, dass der Zutritt zu unseren Kunden weiter eingeschränkt wird. Hierauf müssen wir uns vorbereiten. Auf der anderen Seite ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis wir durch Situationen gefordert werden, die uns auch direkt betreffen. Hier müssen wir sicherlich darauf vorbereitet sein, dass auch unsere eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder deren Familien von Quarantäne oder Krankheit eingeschränkt sein könnten.

 

Wie reagiert expertplace auf die Situation?

Zuallererst: Wir reagieren mit Ruhe und Besonnenheit. Panik haben wir keine und raten auch allen von dieser ab. Jedoch nehmen wir die Lage sehr ernst und die Gesundheit aller Kolleginnen und Kollegen, sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kunden steht für uns an erster Stelle. Wir müssen uns nun auf verschiedene Szenarien vorbereiten. Das ist unsere Pflicht als Arbeitgeber und natürlich auch als Unternehmer. Ganz konkret gehen wir hier wie in jedem komplexen Projekt vor: Wir betreiben Risikomanagement. Wir haben ein Team einberufen, welches hierfür abgestellt ist. Es werden Risiken aller Art aufgenommen, bewertet, Verantwortliche benannt und mögliche Gegenmaßnahmen identifiziert und notfalls eingeleitet. Auch hier ein konkretes Beispiel: Wenn wir in die Situation geraten, dass Kunden uns den Zutritt auf ihr Firmengelände verweigern oder Projektstandorte einschränken müssen, dann klären wir vorher, welche unserer Berater remote arbeiten können und ob wir die entsprechenden Zugänge eingerichtet bekommen. So können wir weiterhin unsere Kunden bestmöglich unterstützen. Wir klären, wer die Ansprechpartner auf Kundenseite in solchen Krisensituationen sind und ob wir gemeinsam mit dem Kunden oder Projektteam weitere vorbereitende Maßnahmen treffen können.

 

Sind auch nach innen gerichtete Maßnahmen geplant?

Ja, auch diese sind geplant und werden gerade ausgearbeitet und umgesetzt. Wir werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun selbstverständlich regelmäßig informieren, wie sich die Situation bei expertplace entwickelt. Wir prüfen, wer aus dem Homeoffice arbeiten kann – dies trifft tatsächlich schon jetzt für eine Vielzahl unserer Mitarbeiter zu. Selbstverständlich unterstützen wir alle, die nun auch durch Schließungen der Schulen und Kitas betroffen sind, so gut wir können. Wir informieren über die Arbeit unseres Krisen-Teams und stellen auch dort sicher, dass allen die Kontaktdaten ihrer Ansprechpartner bekannt sind, so dass der Informationsfluss und die Kommunikation gewährleistet sind. So ist garantiert, dass auch Informationen zu Projekt- und Kundenentwicklungen bezüglich dieser Thematik sofort weitergeben werden.

 

Glaubst Du, dass expertplace auf die kommenden Situationen vorbereitet ist?

Wir tun zumindest alles dafür. Hilfreich sind hier sicherlich unsere Erfahrungen aus Krisenprojekten. Wie bereitet man sich überhaupt auf eine Krisensituation vor? Was kann ich tun? Wie informiere ich? Dabei legen wir großen Wert darauf, unsere Kolleginnen und Kollegen nicht unnötig zu verunsichern, sondern sie stets sachlich und mit einem klaren Kopf zu informieren. Wir wünschen uns und hoffen, dass auch die Medien sich für diese Vorgehensweise entscheiden werden.